Malý rodinný hotel v alpském stylu se nachází nad městem Králíky na Hoře Matky Boží s nádherným panoramatickým výhledem na okolní krajinu (Orlické hory, Rychlebské hory a masív Králického Sněžníku) v blízkosti kláštera na Hoře Matky Boží, známého jako klášter na Hedeči, který vlastní řád Redemptoristů. Hotel je umístěn v naprosto klidném venkovském prostředí, obklopen přírodou, avšak s výbornou dostupností, kterou oceníte zejména v zimě.

Umístění hotelu nad městem uprostřed hor Vás učaruje, doporučujeme zastavit se alespoň na kávu a vychutnat zvláštní atmosféru místa. Poloha hotelu zvlášť vybízí k rekreaci zamilovaných nebo turisticky aktivních párů,rodin i k odpočinku seniorů. V okolí je nespočet cílů pro nejrůznější výlety - Orlické hory lákají na tůru, město Králíky se svým okolím nabízí řadu možností společenského vyžití.

Zrekonstruovaný hotel nabízí jak příjemné ubytování s dřevěným nábytkem a s prostornými koupelnami, , tak vynikající domácí kuchyni ve stylové restauraci, v létě je otevřeno venkovní posezení s krbem, k dispozici je také salónek pro 10 osob.

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Der Muttergottesberg bei Grulich (Geschichte)

 

Ein österreichischer katholischer Informationsdienst schrieb nach der Wende in der Tschechoslowakei vom "Berg der heiligen Mutter von Kraliky" und meinte dabei den Muttergottesberg bei Grulich. Während österreichische und deutsche Medien immer noch nur die tschechischen Namen gebrauchen, wird in Grulich bereits seit langem wieder der deutsche Name verwendet: Da gibt es Postkarten und Holzschnitte für tschechische und deutsche Pilger. Ganz selbstverständlich heißt es heute wieder: Muttergottesberg bei Grulich. Die Zahl der Pilger nimmt Jahr für Jahr zu, aus Tschechien, der Slowakei, aus Deutschland, Österreich und dem nahen Polen.

 

Die Geschichte der Wallfahrt nach Grulich ist untrennbar verbunden mit dem Königgrätzer Bischof Tobias Johannes Becker, der im Jahre 1649 in dem späteren Wallfahrtsort geboren wurde. Er hatte am Jesuitengymnasium in Glatz und dann an der Prager Universität studiert und sich als Prager Domprediger einen Namen gemacht. 1702 wurde er Bischof von Königgrätz, wo er 1704 für die Priester Richtlinien für ihre Arbeit im Zuge der Gegenreformation erließ. Erst 1664 war die Diözese Königgrätz gegründet worden.

 

Mit dem Muttergottesberg war Becker seit seiner Kindheit verbunden. Wegen des rauhen Klimas hieß dieser Berg früher einfach der "Kahle" oder der "Kalte Berg". Seit Mitte des 17. Jahrhunderts hatten Grulicher Kinder den Berg aufgesucht und hier spontan gebetet, so weiß die Überlieferung zu berichten. Unter ihnen war auch Tobias Becker, der dann als Prager Domkapitular 1696 in seine Geburtsstadt kam, als er hörte, dass sich nach Jahrzehnten wieder viele Kinder aus Grulich spontan und freiwillig zum gemeinsamen Gebet auf den Berg begaben. Bereits am 6. August 1696 wurde der Grundstein zu einer Kirche gelegt, für die Tobias Becker ein altes Marienbild, eine Kopie des römischen Bildes von Maria Maggiore, als Gnadenbild stiftete. Es überlebte Krieg und Plünderungen, auch den Brand der Kirche im Jahre 1846. Für die Ausgestaltung des repräsentativen Baues der gesamten Wallfahrtsanlage tat Becker auch als Bischof vieles. 1710 wurde die "Heilige Stiege" fertiggestellt.

 

Die Wallfahrten nahmen ständig zu und überdauerten auch die Zeit von Kaiser Josef II., der in Böhmen und Mähren viele Klöster aufhob und Wallfahrten verbot. Seit 1883 betreuten Redemptoristen den Wallfahrtsort, zu dem bis 1939 jährlich Hunderte von Prozessionen kamen, wobei zwei Drittel der Wallfahrer Deutsche und ein Drittel Tschechen waren. Seitdem im Jahre 1742 Schlesien durch die Aggressionen Friedrichs II. preußisch wurde, lag Grulich an der österreichisch-preußischen Staatsgrenze, aber bis zum Zweiten Weltkrieg pilgerten auch die Gläubigen der benachbarten Grafschaft über die Grenze nach Grulich, die dann 1918 tschechoslowakisch-deutsche Grenze wurde.

 

Schon früher erschienen Bücher und Broschüren über den Muttergottesberg. Bischof Tobias Becker ließ 1707 ein 546 Seiten umfassendes Gebetbuch drucken: "Dreyzehnfache Heylsame Andacht auff dem so genannten Mutter-Gottes-Berg bey Grulich". 1721 folgte in Prag die "Marianische Gnadenburg", die immer wieder neu aufgelegt wurde.

 

Die Vertreibung der Sudetendeutschen traf 1946 auch den Wallfahrtsort hart. Die Stadt Grulich verlor ihre deutschen Einwohner, der Berg die deutschen Redemptoristen. Als 1950 in der Tschechoslowakei alle Klöster aufgehoben wurden, verschleppte man auch die tschechischen Redemptoristenpatres. Der Muttergottesberg wurde zum Konzentrationskloster für Ordensfrauen bis zur Wiederzulassung der Orden 1990. In den Gebäuden auf dem Berg waren Schwestern von der Kongregation der Unbefleckten Empfängnis vom Dritten Orden des Hl. Franziskus konfiniert, und zwar tschechische und deutsche Schwestern. Seit 1964 konnten zwölf der deutschen Schwestern in die Bundesrepublik ausreisen, wo sie im Exerzitienhaus St. Paulus in Leitershofen bei Augsburg tätig waren. Durch ihre Hilfe konnte die Kirche auf dem Muttergottesberg renoviert werden.

 

Fünfzig Schwestern sind auch nach der Wende immer noch auf dem Berg, da sie ihre eigentlichen Klöster in Olmütz, Kremsier oder Prerau noch nicht zurückerhalten hatten. Erst als dies geschah, verließen die Schwestern den Berg. Unter den älteren Schwestern waren auch einige, die 1936 nach Estland gegangen waren, um in der dortigen Diaspora zu helfen. Einige kehrten 1940 in ihre Heimat zurück, vier blieben in Estland. Drei von ihnen sind erst 1988, also nach 52 Jahren, in die Tschechoslowakei gekommen. Die vierte Schwester war in Dorpat verstorben, wo neben Reval heute die einzige katholische Gemeinde Estlands besteht.

Als ich Schwester Salvatora nach den Wende besuchte, erzählte sie uns in Grulich von ihrer Arbeit im Baltikum, wo die Schwestern bis 1940 in Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern arbeiteten, dann unter den Kommunisten als Holzarbeiterinnen im Wald, ehe sie wieder in Krankenhäuser durften. Eine Delegation der Gemeinde Dorpat war 1990 in Grulich. Sie dankte den Schwestern und überreichte eine Urkunde, in der die Schwestern als die geistlichen Eltern der Dorpater Katholiken bezeichnet werden. In Estnisch und Deutsch heißt es da: "Ohne Ihre anstrengende Arbeit, ohne Ihre Leiden, hätte unsere Gemeinde kaum diese inzwischenliegenden qualvollen Zeiten überstanden. Dank Ihrer Hilfe gibt es jetzt in der römisch-katholischen Kirche in Tartu so junge Menschen, die hier den Sinn des Lebens suchen und finden. Unsere tiefste Verbeugung für diese tapferen Taten. Unser Gott und Herr Jesus Christus vergelte Euch reichlich und schenke Euch viel innere Freude in Ihm. Die römisch-katholische Gemeinde in Tartu (Dorpat)." Die alten Schwestern aus Estland sind tot, aber ihr Missionsgeist war auf junge Schwestern übergesprungen. Heute arbeiten wieder tschechische Schwestern dieser Kongregation in der Pfarrei und Schule von Dorpat.

 

Die mächtige Anlage des Muttergottesberges mit den Türmen und Ambiten, den zahlreichen Kapellen und Statuen ist nach der Rückkehr der Redemptoristen auf ihren Berg wieder zu einem Pilgerzentrum geworden, nicht nur in der Diözese Königgrätz, sondern auch für Ausländer. Immer mehr sudetendeutsche Pilger kommen nach Grulich. Viele Heimatvertriebene haben es sich zur Aufgabe gemacht, den deutschen Muttergottesberg zu retten, die Kirche, Inschriften, Bilder und Kapellen zu restaurieren. Vom Haupteingang aus blicken wir auf die sieben mal sieben Stufen der Heiligen Stiege. Am Horizont sehen wir den 1425 Meter hohen Grulicher Schneeberg. Nur sechs Kilometer sind es von der Kirche bis zur polnischen Grenze. Der Kreuzgang ist mit Altären und Statuengruppen geschmückt. Maler des 18. und 19. Jahrhunderts haben daran gearbeitet. Im Pilgerhof sprudelt die Marienquelle. In der Kirche hängt das Gnadenbild über dem Hauptaltar, der die Krönug Mariens zeigt. Prächtige Seitenaltäre zieren die Kirche: Sie tragen Statuen der böhmischen Heiligen und der Heiligen der einst hier tätigen Orden.

 

Ein eigenes Lied zu Ehren der Muttergottes von Grulich trägt den Titel "Maria bei Grulich, Königin mein". Es stammt von Josef Bähr, der es "unserem lieben Freunde und Wohltäter Hochw. Herrn P. Rektor Reinhold Matig am Muttergottesberg ehrfurchtsvoll" widmete, und es hat folgenden Text:

 

Hoch oben am Berge ein Kirchlein steht

Inmitten von Wäldern und Feld,

Es blinket im goldenen Sonnenschein

weithin in die herrliche Welt.

Dort thronet am goldenen Hochaltar

verklärt so schön im Gnadenbild

Maria die himmliche Königin

Und lächelt so sanft und so mild.

O Mutter mild im Glorienschein,

Maria bei Grulich, du Königin mein!

Sei uns barmherzig, in Trübsal uns stärk,

O Mutter Maria vom heiligen Berg!

 

Und kommt dann der Frühling in seiner Pracht,

Dann strömen die Pilger herbei

Und bringen die Blumen zum Opfer dar,

Dir himmlische Kon'gin des Mai.

Und Wonne im Herzen, dein Bild zu sehn

treibt mich ein inniglicher Drang,

Dir knien zu Füßen und Hilf erflehn

Und jubeln im Chor mit Gesang:

O Mutter mild im Glorienschein,

Maria bei Grulich, die Königin mein!

Sei uns barmherzig, in Trübsal uns stärk,

O Mutter Maria vom heiligen Berg!

 

Wenn drohende Wolken am Himmel stehn

Vernichtend die Flur und die Au'n,

So wollen wir, Jungfrau Maria, dir

Uns bittend und flehend vertrau'n.

Du schenkest uns Hilfe in bittrer Not,

Du schützst mit mütterlicher Hand

Die Ernte, das tägliche Lebensbrot,

Die Berge, das heimische Land.

O Maria bei Grulich, die Königin mein!

Sei uns barmherzig, in Trübsal und stärk,

O Mutter Maria vom heiligen Berg!

 

Geh ich dann getröstet von diesem Ort

Vom Geiste Mariens erfüllt -

Noch einmal da zieht es mit Allgewalt

Mich hin zu dem herrlichen Bild.

Dir gilt nur mein Gruß und mein Lebewohl,

Dir wünsche ich stets heil'ge Ruh

Und rufe dir, himlische Jungfrau mein,

Zum Abschied die Worte noch zu:

Maria bei Grulich, die Königin mein!

 

Ein zweites Lied zu Ehren der Muttergottes von Grulich entstand nach der Vertreibung der Sudetendeutschen aus ihrer Heimat im Grulicher Ländchen. Der Text stammt aus der Feder von Erwin Dittrich. Die Musik dazu komponierte Wolfgang Mell von Mellenheim:

 

Mutter unsres heil'gen Berges,

Schütze uns zu jeder Zeit.

Bitte auch bei deinem Sohne,

Der zu helfen stets bereit.

Wir sind alle in Gedanken

Wohl noch oft zu Haus bei dir,

Denn es stand ja doch für jeden

Weit geöffnet deine Tür.

Tschechen, Deutsche und Slowaken

Pilgerten an diesen Ort.

Und du schicktest, die dich liebten,

Niemals ohne Hoffnung fort.

Ja, du gabst viel Trost und Stärkung

Jenen, die zu dir gefleht,

Und erhörtest vielen Menschen

Auch ihr innigstes Gebet.

Mutter unsres heil'gen Berges,

Bleib uns treu und gut gesinnt,

Weil wir in der neuen Heimat

Auch noch deine Kinder sind.

Prof. Dr. Rudolf Grulich